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Förderung von Erdgas- und Elektroautos

Lisa Becker
03.07.2019, 07:03:00

Förderung von Erdgas- und Elektroautos
durch Kfz-Steuer

Erdgasautofahrer profitieren neben deutlich umweltfreundlicherer Mobilität auch von wenig schwankenden Kraftstoffpreisen. Der Staat befürwortet die Anschaffung eines Erdgasautos, indem beim Kauf steuerliche Vorteile gewährt werden.

Am 01.07.2009 ist die emissionsbezogene Kfz-Steuer in Kraft getreten. Diese Steuer besteht aus zwei Teilen. Zum einen der Sockelbetrag, welcher abhängig von der Antriebsart und Hubraumgröße ist, und zum anderen aus einem Teil, der sich aus dem CO2-Ausstoß in Gramm pro Kilometer berechnet. Der CO2-Freibetrag gilt seit 2014 für PKW mit 95 g/km. Zum Sockelbetrag fallen zwei Euro für jedes Gramm oberhalb dieser 95 Gramm-Grenze zusätzlich an. Die Berechnung des zweiten Teils des Kfz-Steuerbetrages kommt Fahrern von Erdgasfahrzeugen zu Gute. Diese Regelungen gelten auch für bivalente Kraftfahrzeuge – sprich für PKW, die zugleich mit Erdgas und Benzin betrieben werden. Entscheidend für die Besteuerung ist der, in der Zulassungsbescheinigung eingetragene CO2-Wert. Dieser deutlich reduzierte Energiesteuersatz für Erdgasfahrzeuge wurde verbindlich bis zum 31. Dezember 2026 festgeschrieben. So werden als Beispiel beim Kauf eines neuen VW Golf 1.4 TGI BlueMotion Comfortline lediglich 28 Euro Kfz-Steuer fällig. 

Wie auch Erdgasautos werden Elektroautos staatlich gefördert: Für Personen, die sich ein Neufahrzeug kaufen, welches bis 31.12.2020 erstmals zugelassen wird, entfällt die Kfz-Steuer für ganze zehn Jahre. Dies gilt allerdings nur für reine Elektroautos und nicht für Hybridfahrzeuge. Das heißt PKW, die sowohl mit Strom als auch von einem herkömmlichen Verbrennungsmotor angetrieben werden, sind von dieser Steuerbefreiung leider nicht betroffen.

Eine weitere Regelung gilt für Dienstfahrzeuge: Seit 2019 werden Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeuge pauschal mit 0,5 Prozent des Listenpreises beim Finanzamt angesetzt. Im Vergleich dazu müssen Standard Benzin- oder Dieselfahrzeuge mit 1 Prozent angesetzt werden. Und auch das Laden des Autos oder E-Bikes auf dem Firmengelände wird nicht als geldwerter Vorteil angerechnet. Zusätzlich gewährt die staatliche Förderbank KfW Unternehmern günstige Kredite zur Finanzierung von E-Autos und Ladestationen.

 

Regionale Förderungen von Erdgas- und Elektrofahrzeugen

Neben den Ersparnissen durch die ermäßigte Kfz-Steuer fördern viele regionale Gasversorger die Kaufentscheidung für ein Erdgasfahrzeug mit einer Prämie. Je nach Wohnort werden unterschiedliche Beträge bezuschusst. Ein Anspruch auf eine Förderung besteht allerdings nicht. Häufig werden Förderungen in Form von Tankgutscheinen oder Zuschüssen bis zu 1.000 Euro gewährt. Eine genaue Auskunft erhält man auf Anfrage bei seinem regionalen Energieversorger.

Mindestens 300.000 umweltfreundliche E-Fahrzeuge sollen bis 2020 auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Um die Anzahl zu erhöhen, unterstützen Energieversorger die Elektromobilität mit zusätzlichen Prämien. Wie bei den Förderprogrammen für Erdgasautos, sind auch diese Zuschüsse nicht bindend. So werden beim Kauf beispielhaft 500 Euro in bar bezuschusst, eine Installation einer Wallbox gratis angeboten, 200 Euro Gutschrift auf die Jahresstromrechnung gelegt oder ein Jahr kostenloses Laden mit einer Mitgliedskarte gefördert.

Fazit

Wen der Umweltgedanke zum Kauf eines alternativ betriebenen Fahrzeuges treibt wird belohnt. Der Markt bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Förderungen an, die den höheren Anschaffungspreis, den ein Erdgas- oder Elektroauto mit sich bringt, wieder angleicht. Zudem werden die Rahmenbedingungen, wie das Versorgungsnetz, stetig ausgebaut und verbessert. Auch in Zukunft wird das Thema der umweltfreundlichen Fortbewegung groß sein. Deswegen sollten die zur Verfügung stehenden Förderungen von Erdgas- und Elektrofahrzeugen genutzt werden.

 

https://www.erdgas.info/

https://www.gibgas.de/

https://www.bafa.de

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