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Förderung von Photovoltaikanlagen 2019 und 2020

Lisa Becker
28.06.2019, 07:23:00

Tipps zur Auswahl einer Photovoltaikanlage 

Um die Gesamtrendite einer Photovoltaikanlage zu erhöhen, ist es ratsam, sich frühzeitig und gründlich über Fördermöglichkeiten und Finanzierungsoptionen zu informieren. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Informationen dazu für Sie zusammengefasst.

 

Photovoltaik-Förderung: Darauf sollten Sie achten

Bevor Sie sich über die entsprechenden Fördermöglichkeiten für Ihre Photovoltaikanlage informieren, beantworten Sie sich am besten die folgenden Fragen:

  • Wird eine Photovoltaikanlage neu installiert oder eine bestehende erweitert?
  • Wird die Photovoltaikanlage auf einem Firmengebäude oder einem Privathaus installiert?
  • Welcher Anlagentyp soll installiert werden/wurde bereits installiert?

Je nachdem, wie Ihre Antworten zu Anlagentyp, Haustyp sowie Neuinstallation vs. Erweiterung ausfallen, unterscheiden sich auch die für Sie möglichen Förderungen.

Wichtiger Hinweis: Eine Förderung ist generell an bestimmte Rahmenbedingungen geknüpft und der Antrag muss in der Regel bereits vor dem Kauf der Photovoltaikanlage gestellt sein.

 

Photovoltaikanlage und Einspeisevergütung

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden seit 2002 regenerative Energien wie Photovoltaik gefördert. Im Fokus steht dabei das Ziel der Energiewende. Bei der Einspeisevergütung handelt es sich um eine Förderung, die erfolgt, indem der Anlagenbetreiber eine festgelegte Vergütung für jede Kilowattstunde des in das öffentliche Netz eingespeisten Strom erhält – und das für einen Zeitraum von 20 Jahren. Die genaue Höhe der Einspeisevergütung wird regelmäßig geprüft und angepasst, von diesen Anpassungen sind jedoch die einmal festgelegten Einspeisevergütungen für Anlagenbetreiber nicht betroffen. Das bedeutet, dass die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage festgelegte Vergütungshöhe unabhängig von den zukünftigen Veränderungen ist. Mittlerweile sinken die Einspeisevergütungen tendenziell, sind aber nach wie vor lukrativ. Generell gilt, dass je größer eine Photovoltaikanlage ausfällt, umso niedriger ist die Einspeisevergütung. Der Anlagenbetreiber erhält die Einspeisevergütung durch den lokalen Stromnetzbetreiber, an dessen Netz die Photovoltaikanlage angeschlossen ist. Durch die Einspeisung Ihres Stroms in das öffentliche Stromnetz und die Inanspruchnahme der Einspeisevergütung machen Sie Ihre Photovoltaikanlage zu einer sicheren Investition. Da aus politischer Sicht nicht abzusehen ist, wie lange es die Einspeisevergütung geben wird und in welcher Höhe, ist hier tendenziell jedoch eine zügige Entscheidung durch den Anlagenbetreiber ratsam.

 

Förderung Ihrer Photovoltaikanlage durch die KfW

Die deutsche Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) stellt umfangreiche Programme zur Förderung von erneuerbaren Energien, also auch der Förderung von Photovoltaikanlagen, zur Verfügung. Wichtiger Hinweise: Achten Sie, wenn Sie sich über Fördermöglichkeiten informieren, auf die unterschiedlichen Begriffe „Photovoltaikanlage“ und „Solaranlage“ – diese haben unterschiedliche Bedeutungen und demnach gelten hier auch verschiedene Förderbedingungen. Bis Ende 2018 gab es darüber hinaus noch die Möglichkeit einer zusätzlichen Förderung des zu der Photovoltaikanlage gehörenden Energiespeichers, dieses Förderungsprogramm ist jedoch ausgelaufen.

Von der KfW gibt es unter anderem den Kredit „Erneuerbare Energien – Standard“: Laut Information der KfW ist hier das Förderziel, eine „zinsgünstige Finanzierung von Vorhaben zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung, zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) sowie von Maßnahmen zur Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem“ zu ermöglichen. Gefördert wird hierbei die „Errichtung, Erweiterung und Erwerb von Anlagen, die die Anforderungen des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz-2017) erfüllen, einschließlich der hierfür erforderlichen Planungs-, Projektierungs- und Installationsmaßnahmen […]“. Informieren Sie sich rechtzeitig darüber, ob für Sie eine Förderung infrage kommt und welche Optionen Ihnen hier zur Verfügung stehen. Die Antragstellung für einen Solarkredit bei der KfW-Bank muss in allen Fällen vor Beginn Planung bzw. Montage erfolgen.

 

Solarkredit bei der Hausbank

Auch zahlreiche Privatbanken (sowie Öko- und Umweltbanken) haben spezielle Solarkredite zu günstigen Konditionen in ihrem Portfolio. Generell weisen Solarkredite einen niedrigen Zinssatz auf und eine tilgungsfreie Anfangsphase, sodass die finanzielle Belastung erst dann beginnt, sobald die Solaranlage in Betrieb ist. Für Photovoltaikanlagen sind sogar Finanzierungen ohne Eigenkapital und ohne Grundbucheintragungen möglich, wenn Sie die Einnahmen aus der Einspeisevergütung als Sicherheit abtreten. Allerdings ist die Einspeisevergütung über eine Laufzeit von 20 Jahren nicht immer sicher (zum Beispiel aufgrund von Alterung der Module, Versicherungsfällen etc.) und viele Banken beharren deshalb auf weitere Sicherheiten. Vor allem bei Solarkrediten mit Finanzierungsvolumina über 50.000 Euro genügt den Banken die Abtretung der Einspeisevergütung nicht als Sicherheit. In diesem Fall verlangt die Bank als Sicherheit beispielsweise zusätzlich eine Eintragung im Grundbuch bei vorhandenem Immobilieneigentum. Es ist ratsam,
dass Sie rechtzeitig die unterschiedlichen Anbieter von Solarkrediten vergleichen, um die günstigsten Konditionen für Ihr Vorhaben zu finden – vor allem auch, weil bestimmte Programme nur gewisse Laufzeiten haben.

 

Förderung von Photovoltaik auf Landesebene

Zusätzlich zur Förderung durch den Bund ermöglichen drei Bundesländer Zuschüsse auf Landesebene: Thüringen, Baden-Württemberg und Sachsen fördern Photovoltaikanlagen.

So schreibt das Land Thüringen: Mit bis zu 20 Prozent (für Bürgerenergiegenossenschaften bis zu 40 Prozent für die PV-Anlage und bis zu 50 Prozent für PV- Anlage und Speicher) der Gesamtkosten werden mit „Solar Invest“-Neuinvestitionen in Photovoltaikanlagen gefördert. Voraussetzung ist, dass der erzeugte Strom der Eigen- oder Direktversorgung dient und nicht in ein öffentliches Netz eingeleitet wird. Mit dem gleichen Fördersatz sind Neuinvestitionen, Ersatzinvestitionen oder die Erweiterung von Stromspeichern und Wärmespeichern (Warmwasser-, Kältespeicher-, Power-to-heat-Anlagen) förderfähig. Investitionen in vorhandene Photovoltaikanlagen mit stationären Energiespeichersystemen, die der Speicherung von Strom aus Photovoltaik dienen, werden ebenfalls mit bis zu 20 Prozent (für Bürgerenergiegenossenschaften bis zu 40 Prozent) gefördert.

 

Andere Bundesländer fördern zum Beispiel auch die Nutzung von Batteriespeichern sowie die Kombination von Photovoltaik und Elektrofahrzeugen. Informieren Sie sich also auch in jedem Fall über die Möglichkeiten in Ihrem jeweiligen Bundesland.

 

Förderung durch Ihr Stadtwerk

Viele Stadtwerke bzw. Energieversorgungsunternehmen bieten Rundum-sorglos-Pakete an, die flexible Finanzierungsmöglichkeiten, Beratung, Planung, Installation, Funktionsgarantie, Wartung und Versicherung beinhalten. Betreiber von Photovoltaikanlagen erhalten somit professionelle Beratung, Planbarkeit und Zukunftssicherheit aus einer Hand.

 

Für Informationen zur Förderung wenden Sie sich an Ihre Hausbank,
Ihr zuständiges Stadtwerk oder informieren Sie sich direkt auf der Internetseite der KfW.

 

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