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Tipps für den Kauf von Erdgas-Autos

Ricardo Izzi
23.06.2020 11:45:00

Du möchtest ein Erdgas-Auto kaufen? Hier sind unsere besten Tipps

Erdgas-Autos überzeugen mit vielen Pluspunkten. Dazu zählen zum Beispiel die gute Klimabilanz, ihre geringe Geräuschemission, ihr Verbrauch und die günstigen Betriebskosten. Gute Gründe also, ein Erdgasfahrzeug zu kaufen. Worauf du dabei achten solltest, welche Vorteile du davon hast und welche Modelle auf dem Markt sind, erfährst du hier.

 

Tipps für den Kauf eines Erdgas-Autos

Bevor du jetzt sämtliche Autohändler in deiner Umgebung anrufst und nach einem Erdgas-Auto fragst, solltest du wissen, dass das Angebot in Deutschland recht gering ausfällt.

Neue Erdgasfahrzeuge ab Werk bieten laut ADAC Hersteller-Abfrage derzeit nur der FCA-Konzern mit der Marke Fiat und der VW-Konzern mit den Marken Audi, SEAT, ŠKODA und Volkswagen an. Das heißt aber nicht, dass du deshalb auf dein bevorzugtes Modell verzichten musst, nur weil du gerade kein aktuelles Erdgas-Auto kaufen kannst.

Folgende 3 Möglichkeiten hast du:

  1. Du stöberst in den Angeboten der genannten Hersteller und schaust, ob ein passender Neuwagen für dich dabei ist.
  2. Du hörst dich auf dem Gebrauchtwagenmarkt um, wo es wesentlich mehr Modelle zu entdecken gibt.
  3. Du rüstest deinen eigenen Wagen auf Erdgasantrieb um.

 

Neu, gebraucht oder umrüsten? So teuer ist ein Erdgas-Auto

In der Anschaffung sind die Erdgas-Autos ein wenig teurer als vergleichbare Modelle mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren (Benzin oder Diesel). Das machen sie aber schnell mit anderen Einsparungen wieder wett.

So ist der Fiat Easy schon ab 14.790 Euro zu bekommen, der eco up von VW ab 15.850 Euro. Für den Polo TGI mit Erdgasantrieb zahlst du ab 21.105 Euro und den luxuriösen Audi A4 Avant g-tron gibt es neu ab 45.550,00 Euro. erdgas-auto-kaufen-guide-ebook-net4energy

Günstiger wird es natürlich, wenn du ein gebrauchtes Erdgas-Auto kaufst. Da sind neben umgerüsteten Fahrzeugen auch die älteren Modelle, zum Beispiel von Volvo oder Opel, zu bekommen – und das nicht selten zu Preisen von unter 5.000 Euro.

Beim Kauf eines gebrauchten Erdgas-Autos solltest du allerdings auf ein paar Punkte achten, die beim Benziner oder Diesel keine Rolle spielen.

  • Der Wagen sollte generell im gleichen Zustand wie ein vergleichbar gebrauchtes Auto mit Verbrennungsmotor sein.
  • Die Anlage für das Erdgas muss in einem einwandfreien Zustand sein. Zur Begutachtung empfiehlt es sich, einen Experten hinzuzuziehen. Dieser kann feststellen, ob die CNG-Komponenten verschlissen sind, ohne dass beispielsweise die Motorkontrollleuchte einen Warnhinweis gibt.
  • Auch die Drucktankanlage muss in einem Top-Zustand sein und darf keine Schäden durch Korrosion zeigen. Denn zum einen stellen schadhafte Hochdrucktanks eine Gefahr dar. Zum anderen ist ihr Austausch vergleichsweise teuer. Nicht selten übersteigen die Kosten dafür sogar den Zeitwert des Fahrzeugs.
  • Lass am besten in einer Fachwerkstatt prüfen, ob der Druckregler sowie die Einspritz-und Rückschlagventile tadellos funktionieren.
  • Wirf auf alle Fälle auch einen Blick auf das Serviceheft und überprüfe, ob das Erdgas-Auto wirklich in ausgewiesenen Fachwerkstätten gewartet wurde.
  • Neben der gültigen TÜV-Plakette muss der Wagen eine Gasanlagenprüfung (GAP) nachweisen können.

Wenn dir das alles zu teuer oder zu unsicher ist, hast du noch die Möglichkeit, deinen Benziner oder Diesel auf einen Antrieb mit CNG (Erdgas) oder LPG (Autogas) umrüsten zu lassen.

Tipp: Zwar ist es möglich, einen Diesel auf CNG umzurüsten. Die Kosten dafür ständen aber in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Nach einer Abgassonderuntersuchung werden zunächst die Erdgastanks zumeist hinter der Rückbank eingebaut und mit Ventilen sowie Verbindungen zum Motor ausgestattet. In der Regel erfolgt die Umrüstung der Fahrzeuge bivalent. Das heißt, dass sie sowohl die Gastanks als auch zumindest einen kleinen Benzintank haben.

TÜV oder DEKRA übernehmen dann die Abnahme aller Komponenten und führen auch die Gasanlagenprüfung durch.

Wie teuer ist die Umrüstung auf Erdgas?

Natürlich kann man da keine pauschale Preisangabe machen. Die Kosten für die Umrüstung auf CNG hängen zum einen vom Modell deines Fahrzeugs ab. Und zum anderen haben die spezialisierten Werkstätten ihre eigenen Preise.

Grundsätzlich kannst du von Kosten zwischen 3.500 und 4.500 Euro für die Umrüstung ausgehen. Hinzu kommt dann allerdings noch die Kosten für die GAP (Gasanlagenprüfung).

 

Versicherung und Co.: Das solltest du über dein Erdgas-Auto noch wissen

  • Nach der Umrüstung müssen die Änderungen sofort der Zulassungsbehörde gemeldet werden. Die übernimmt dann die entsprechende Eintragung in die Fahrzeugpapiere.
  • Grundsätzlich ist ein Erdgas-Auto dann genauso versichert wie ein Benzin- oder Dieselfahrzeug. Allerdings haben einige Versicherungsunternehmen den Trend erkannt und bieten spezielle „Öko-Tarife“ auch für Erdgas-Autos an.
  • Steuerlich wird ein Erdgas-Auto nicht nur beim Kraftstoff selbst begünstigt, sondern auch bei der Kfz-Steuer. Diese bezieht sich nämlich zum einen auf den Hubraum des Fahrzeugs und zum anderen auf den CO2-Ausstoß. Und da hat das Erdgas-Auto ganz klar die Nase vorn und ist somit deutlich günstiger als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
  • In Sachen TÜV oder DEKRA gibt es keine Unterschiede zu anderen Fahrzeugen – sie müssen genauso häufig zur Untersuchung. Allerdings wird bei der Hauptuntersuchung noch die regelmäßige Gasanlagenprüfung vorgenommen. Diese kostet zusätzlich rund 25 Euro.
  • Achte darauf, dass dein Erdgas-Auto ausschließlich von ausgewiesenen Fachwerkstätten gewartet wird.
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