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Alle Fakten zur Elektroauto-Versicherung

Ricardo Izzi
28.04.2020 11:45:00

Das solltest du über Versicherungen für Elektroautos wissen

Wenn du dir ein teures Elektroauto angeschafft hast, möchtest du natürlich, dass deinem neuen „Schätzchen“ nichts passiert. Und wenn doch mal ein Schaden eintritt, willst du nicht schon wieder tief in die Taschen greifen müssen. Darum ist eine spezielle Versicherung für dein Elektroauto sinnvoll, die dann einspringt, wenn es nötig ist. Im Dschungel der Kfz-Versicherungen ist es allerdings gar nicht so einfach, die relevanten Informationen zu finden. Wir geben dir einen Überblick darüber, was muss, was kann und was sein sollte.

 

Welche Versicherung ist für das Elektroauto notwendig?

Der Straßenverkehrsordnung ist es völlig gleich, welche Art von Fahrzeug am Verkehr teilnimmt – ein Auto muss auf alle Fälle versichert werden. Das gilt für Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor ebenso wie für E-Autos. Der mindeste Versicherungsschutz, der gesetzlich vorgeschrieben ist, ist die normale Haftpflichtversicherung. Sie springt ein, wenn du mit deinem Elektroauto etwa bei einem Unfall anderen Menschen oder deren Fahrzeugen einen Schaden zugefügt hast.

Mehr deckt die Teilkaskoversicherung ab. Sie zahlt auch, wenn dein Elektroauto zum Beispiel gestohlen wird oder ein Autofenster zu Bruch geht. Außerdem bist du damit gegen Wildschäden und Brände versichert. Üblicherweise wird dann der Zeitwert des Autos ersetzt.

Ein Rundum-sorglos-Paket verspricht die Vollkaskoversicherung. Neben den Risiken, die Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung abdecken, sind hier zusätzlich Schäden versichert, die du als Fahrzeughalter selbst verschuldest. Auch die Folgen von Vandalismus übernimmt diese Versicherung. Normalerweise wird je nach Versicherer und Tarif der Neupreis des Autos 6, 18 oder sogar 24 Monate lang erstattet. Danach wird im Fall der Fälle der Zeitwert berechnet.

Tipp: Einige Versicherungsunternehmen bieten spezielle Öko-Rabatte an.

So berechnet sich die Versicherung

Für Kfz-Versicherungen sind Elektroautos noch immer etwas Besonderes. Von den rund 90 Kfz-Versicherungsunternehmen in Deutschland hat nur eine Handvoll spezielle Policen für E-Autos im Portfolio. Grundsätzlich werden die Beiträge unabhängig vom Antrieb eines Fahrzeugs berechnet. Deshalb kostet eine Elektroauto-Versicherung im Grunde genau so viel wie für ein Auto mit Verbrennungsmotor. Wie hoch der tatsächliche Versicherungsbeitrag ist, kommt auf die individuelle Situation des Versicherungsnehmers an. Zugrunde gelegt werden unter anderem folgende Faktoren:

  • Typklasse: Um welche Marke handelt es sich bei dem Fahrzeug?
  • Regionalklasse: In welcher Umgebung wohnt der Halter des Autos?
  • Tarifgruppe: Bestimmte Berufe bekommen günstigere Tarife.
  • Fahrzeug: Handelt es sich um einen Neu- oder Gebrauchtwagen?
  • Fahrzeughalter: Hat der Versicherungsnehmer z. B. schon einmal einen Unfall gehabt?
  • Alter des Nutzers: Jüngere Fahrer (unter 24 Jahre) zahlen in der Regel mehr.
  • Nutzerkreis: Fahren außer dem Halter noch andere Personen mit dem Wagen?
  • Kilometerleistung: Je weniger im Jahr gefahren wird, desto günstiger der Tarif.
  • Selbstbeteiligung: Einen gewissen Teil eines Schadens übernimmt der Versicherungsnehmer bei der Kaskoversicherung selbst.

 

Wie steht es um die Versicherung für den Akku?

Das Herzstück und die teuerste Einzelkomponente des Elektroautos ist dieelektroauto-versicherung-guide-ebook-net4energy Batterie. Nicht alle Versicherungsgesellschaften decken eine Beschädigung des Stromspeichers ab. Und erst recht werden keine Schäden abgesichert, die aufgrund einer Fehlfunktion des Akkus entstehen. Eine andere Variante ist eine Teilversicherung des Akkus. Das heißt, dass bei Beschädigung nur ein Teil des Wiederbeschaffungswertes gezahlt wird. In der Regel werden circa 10 Prozent des Wertes pro Jahr abgezogen.

Ist eine Extra-Versicherung für den Akku deshalb sinnvoll?

Nicht unbedingt. Denn jede Batterie im E-Fahrzeug hat schließlich zunächst eine Herstellergarantie. Die beläuft sich in der Regel auf 6 bis 8 Jahre oder auf 160.000 bis 180.000 Fahrkilometer. Mit der sind unvorhersehbare Schäden an der Batterie versichert, die bei einem normalen Gebrauch entstehen. Allerdings kann es nach dieser Zeit bzw. der Kilometerleistung sinnvoll sein, eine sogenannte Anschluss-Garantieversicherung abzuschließen.

 

Bei einer Panne ist höchste Vorsicht geboten

Elektroautos dürfen nicht wie andere Autos einfach so abgeschleppt werden, wenn sie einmal liegengeblieben sind. Denn sobald sich die Achsen bewegen, wird Strom erzeugt – und das kann zu Induktionsspannungen führen und damit die Steuerungselektronik schädigen. In diesem Fall zahlt die Versicherung nichts. Einige Versicherungen für Elektroautos bieten jedoch einen extra Schutzbrief für solche Fälle an. Der springt zum Beispiel ein, wenn das Elektrofahrzeug „außer Puste“ gerät und der Akku einfach bis zur maximalen Reichweite leergefahren wurde. Dann übernimmt ein Pannendienst das Verladen des Autos bis zur nächsten Ladestation.

Eine gute Elektroauto-Versicherung schont die Nerven

Schon allein aufgrund der relativ hohen Anschaffungskosten für ein E-Auto kann es sich für dich lohnen, eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. Wenn dir die Beiträge dafür zu hoch sind, kannst du sie durch eine entsprechende Selbstbeteiligung kürzen. Bei älteren Modellen kann es sinnvoll sein, auf die günstigere Teilkaskoversicherung umzusteigen. Besonders sinnvoll sind Klauseln im Versicherungsvertrag, die eine sogenannte „Allgefahrenabdeckung“ für den Akku sowie Schäden einschließen, die durch das Verladen eines Pannendienstes entstehen können.

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