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Steuern sparen mit Elektroautos

Ricardo Izzi
23.04.2020 11:45:00

Lassen sich mit dem Elektroauto Steuern sparen?

Ein weit verbreitetes Vorurteil: Ein Elektroauto ist teuer. Der Anschaffungspreis für ein Elektrofahrzeug lässt sich nicht einfach wegdiskutieren und hält viele noch immer vom Kauf ab. Und das, obwohl es beim Kauf eines neuen oder auch eines gebrauchten Elektroautos durchaus attraktive finanzielle Förderungen gibt.

Dabei ist der sogenannte Umweltbonus von bis zu 6.000 Euro noch nicht alles, was der Staat an Zuschüssen bereithält. Denn du kannst mit dem Elektrofahrzeug auch Steuern sparen. Ein Vorteil, der einen Kauf oder eine Umrüstung dann doch wieder richtig attraktiv macht.

 

So berechnet sich die Steuer fürs Elektroauto

Die Bundesregierung möchte, dass mehr Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf deutschen Straßen fahren. Darum gibt es für Elektroautos Förderungen – während Anschaffung und Nutzung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor unattraktiver gemacht werden. Das schlägt sich unter anderem in der jeweiligen Kfz-Steuer nieder. Grundsätzlich werden für Elektro- und Verbrennungsmotoren verschiedene Grundlagen zur Berechnung der Steuern herangezogen.

  • Verbrennungsmotoren: Die Steuern werden nach Hubraum und zusätzlich nach ihrem CO₂-Ausstoß berechnet. Das heißt zum einen, dass für ein Fahrzeug mit Benzinmotor 2 Euro je 100 Kubikzentimeter (ccm) Hubraum fällig werden. Dieselfahrzeuge werden sogar mit 9,50 Euro je 100 ccm veranschlagt. Zum anderen wird der CO₂-Anteil hinzugezogen, den das Auto produziert. Liegt dieser über 95 Gramm pro Kilometer (für Fahrzeuge mit einer Erstzulassung ab 2014), kommen für jedes Gramm mehr nochmal 2 Euro Kfz-Steuer obendrauf.
  • E-Motoren: Hier richten sich die zu zahlenden Steuern nach dem zulässigen Gesamtgewicht (zGG). Insgesamt muss aber grundsätzlich nur die Hälfte der für Fahrzeuge mit anderen Antriebsarten zu entrichtenden Kfz-Steuer gezahlt werden. Der Steuersatz richtet sich immer pro angefangene 200 Kilogramm und staffelt sich je nach zulässigem Gesamtgewicht.
  • Für ein E-Auto mit bis zu 2.000 Kilo zGG werden 5,625 Euro je 200 Kilogramm fällig.
  • Die Elektroauto-Steuer für Fahrzeuge mit bis zu 3.000 Kilogramm beträgt 6,01 Euro pro 200 Kilo.
  • Ein Elektroauto mit bis zu 3.500 Kilogramm kostet 6,39 Euro pro 200 Kilogramm Gesamtgewicht.

 

Wer jetzt ein Elektroauto kauft, kann richtig Steuern sparen

Jetzt aber der beste Punkt in Sachen Steuer beim Elektroauto: Wer sich biselektroauto-steuer-guide-ebook-net4energy zum Ende des Jahres (31. Dezember 2020) entschließt, auf die Elektromobilität umzusteigen, profitiert sogar von einer kompletten Steuerbefreiung für volle 10 Jahre.

Zuvor galt die Steuerbefreiung nur für 5 Jahre und für Elektrofahrzeuge, die vor dem 18. Mai 2011 zugelassen wurden. Mit der Verdopplung der Steuerbefreiung hat das „Regierungsprogramm Elektromobilität“ einen weiteren Anreiz geschaffen, E-Autos zu kaufen. Die 0-Steuer gilt übrigens auch für Autos, die nachträglich auf E-Antrieb umgerüstet werden – nicht jedoch für Hybrid-Fahrzeuge.

 

Lohnt es sich, ein Auto mit einem Elektromotor nachzurüsten?

Wenn du an deinem alten Verbrennungsmotor hängst und ihn nicht ganz aus dem Verkehr ziehen willst, kannst du dein Auto bei fast jedem Modell gegen einen Elektroantrieb auswechseln. Das funktioniert bei Oldtimern in der Regel ebenso gut wie bei Youngstern, durch die reduzierte Technik oft sogar noch besser.

Ist der einzige Grund jedoch die Geldersparnis wegen des Wegfallens der Kfz-Steuern, empfehlen wir dir, zunächst mit spitzem Bleistift zu rechnen. Denn je nach Fahrzeugtyp und Modell kann eine Umrüstung ganz leicht zwischen 20.000 und 30.000 Euro kosten. Und dann bewegst du dich schnell wieder in dem Kostenrahmen, den auch ein neues Elektrofahrzeug beansprucht.

Hinzu kommt, dass das zulässige Gesamtgewicht des Wagens nicht überschritten werden darf. Denn Komponenten wie Akku, Spannungsumwandler oder auch die Kabelstränge für den E-Antrieb bringen schon so einiges auf die Waage.

Was du noch bedenken solltest: Je jünger das Auto, desto aufwendiger ist die Umrüstung. Technische Ausstattungen, wie beispielsweise ESP (Fahrdynamikregelung), Wegfahrsperre oder Traktionskontrolle, die es bei älteren Autos einfach noch nicht gab, erschweren den Einbau eines Elektromotors zum Teil sehr.

Als Vorteil der Umrüstung auf E-Antrieb lässt sich hingegen anführen, dass der Wagen nach dem Umbau 10 Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit ist und danach von weiteren Steuererleichterungen profitiert.

Sparen lässt sich nach dem Umbau auch an den Wartungskosten für Verschleißteile, die bei älteren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ganz schön hoch ausfallen. Und letztendlich sinken auch die allgemeinen Verbrauchskosten, da kein Öl benötigt wird und Strom günstiger als Benzin oder Diesel ist.

 

Mit Elektrofahrzeugen ist es kinderleicht, Steuern zu sparen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Elektroauto Steuern spart – und das in durchaus beträchtlicher Summe. Der Kauf eines Elektroautos bringt zudem den großen Vorteil mit sich, dass du 10 Jahre lang gar nichts zahlen musst und danach nur 50 Prozent der Steuer für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor anfallen.

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