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Diese E-Bike-Antriebe gibt es

Ricardo Izzi
19.07.2020 12:00:00

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So findest du für dich den richtigen E-Bike-Antrieb

Warst du in letzter Zeit beim Fahrradhändler? Dort einen Termin zu bekommen, beispielsweise für eine Reparatur, ist mitunter sehr schwierig. Die Kunden stehen Schlange. Kein Wunder, denn Fahrradfahren ist im Trend und ein wahrer Run findet derzeit auf E-Bikes statt. Da überschlagen sich die Hersteller beinahe mit neuen Modellen – vor allem Mountainbikes sind gefragt wie nie. Viele wollen einen dieser flotten Flitzer kaufen und brauchen zunächst eine ausführliche Beratung. Genau die bekommst du jetzt bei uns. Wir sagen dir, worauf es beim E-Bike (oder vielmehr Pedelec) ankommt und welcher der richtige Antrieb für dich ist.

 

E-Bike oder Pedelec: Was ist richtig?

Im Prinzip ist ein E-Bike genau wie ein normales Fahrrad aufgebaut. Seine Besonderheiten aber sind ein Elektromotor, ein Akku, der ihn mit Strom versorgt, Sensoren und ein Controller.

Wenn du als Fahrer in die Pedale trittst, registrieren die Sensoren das und geben dem Controller ein entsprechendes Signal. Der ist für die Steuerung des Akkus zuständig und teilt ihm mit, dass er jetzt Strom an den Motor schicken soll. Der Motor wiederum unterstützt deine Pedalbewegung mit genau der Kraft, die du von ihm eingefordert hast.

Ist ein Fahrrad erst einmal mit einem Elektromotor ausgerüstet, sprechen die meisten grundsätzlich von einem E-Bike. Streng genommen müssen wir hier aber 2 völlig verschiedene Systeme voneinander unterscheiden:

  • Bei einem „echten“ E-Bike übernimmt der Elektromotor aktiv den Antrieb. Das heißt, dass er auf Knopfdruck eingeschaltet und auch ohne Unterstützung der Pedale seine Arbeit tut. Ab einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h werden E-Bikes zu den Leichtmofas gezählt. Beträgt die Höchstgeschwindigkeit 25 km/h, zählen sie zu den Mofas. Und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h ist ein E-Bike sogar ein Kleinkraftrad. E-Bikes müssen immer zugelassen und versichert werden. e-bike-antrieb-guide-ebook-net4energy
  • Der absolut größte Teil der mit einem Elektromotor ausgerüsteten Fahrräder sind eigentlich Pedelecs. Bei ihnen bietet der Motor nur dann Unterstützung, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Tut er das nicht, springt auch der Motor nicht an. Ein Pedelec muss nur dann zugelassen werden, wenn die Pedalunterstützung über eine Geschwindigkeit von 25 km/h hinausgeht. Bis dahin gilt der „Drahtesel“ als ganz normales Fahrrad.
  • Sonderfall S-Pedelec: Sie können bis zu 45 km/h schnell fahren und haben eine maximal erlaubte Nenn-Dauerleistung von 4.000 Watt. Rechtlich gesehen gehören sie in die Rubrik Kleinkraftrad und brauchen eine E-Bike-Zulassung (Betriebserlaubnis, Versicherungskennzeichen, Haftpflichtversicherung).
  • Drehmoment: Dieser Begriff gibt Aussage über die Drehkraft, mit der dein Motor deine Pedalarbeit unterstützt. Je höher es ist, desto mehr Unterstützung erfährst du. Gemessen wird das Drehmoment in Newtonmeter (Nm). Bei einfachen Stadtfahrten beispielsweise genügt ein Drehmoment von 25 Nm, für landschaftlich abwechslungsreichere Fahrten empfiehlt sich ein Drehmoment von 40 bis 60 Nm. Und wenn du viel bergauf fahren willst, solltest du dich für einen Motor mit mindestens 75 Nm entscheiden.
  • Watt: Damit wird die durchschnittliche Motorleistung angegeben. Der Gesetzgeber hat diese Leistung bei Pedelecs auf 250 Watt begrenzt.
  • Wattstunden: Die Leistung des Akkus wiederum wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Hier empfiehlt es sich, wenn du ein wenig genauer hinschaust, denn je höher die angegebenen Wh sind, desto mehr Reichweite hat dein Akku. Du musst ihn also seltener aufladen. Doch aufgepasst: Je mehr Wattstunden der Akku hat, desto schwerer ist er.

Der Einfachheit halber bleiben wir in diesem Artikel generell beim Begriff E-Bike, weil sich dieser im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt hat.

 

Fakten zur Steuerung des E-Bike-Antriebs

Das wichtigste Element zur Steuerung deines E-Bikes ist das Bediengerät am Lenkrad. Damit kannst du zunächst den Antrieb ein- oder ausschalten. Zudem ist es fast immer mit einem Stufenschalter ausgerüstet, mit dem du eine mehr oder weniger große Pedalunterstützung vom Motor einfordern kannst. Eine Füllstandsanzeige gibt dir darüber hinaus Auskunft, wie viel Energie dein Akku noch hat.

Unterschiedliche Sensoren sorgen dafür, dass die Informationen vom Bediengerät an den Motor weitergegeben werden. Hierbei gibt es 2 gängige Konzepte. 

  1. Drehsensor: Er erkennt über eine Lochscheibe, Magnetscheibe oder eine Lichtschranke, ob sich die Pedale bewegen. Sobald sie das tun, springt der Motor an – und zwar mit der immer gleichen Stärke.
  2. Drehmomentsensor: Er ist in der Lage, die vom Fahrer eingesetzte Kraft einzuschätzen und verlangt vom Motor dementsprechend mehr oder weniger Unterstützung. Dadurch hat der Akku eine höhere Reichweite.

Weitere Sensortypen werden fast nur bei einem E-Bike-Antrieb für besondere Ansprüche eingebaut. Zu ihnen gehören beispielsweise der Geschwindigkeitssensor (erfasst die Geschwindigkeit des Bikes), der Drehzahlsensor, der die Drehzahl des Motors erfasst, oder auch der Beschleunigungssensor.

Was hat es mit dem Drehmoment und der Wattzahl auf sich?

Bei der Kaufberatung für ein E-Bike kommen immer wieder Begriffe wie „Watt“ oder „Drehmoment“ vor. Bei ihrer Beschreibung verwenden die Hersteller mal diesen, mal jenen Wert. Weißt du genau, um was es sich dabei handelt und was diese Größen eigentlich für das Fahren mit einem E-Bike bedeuten? Falls nicht, hier eine kleine Begriffserklärung:

 

Front-, Heck- oder Mittelmotor? Was passt zu dir?

An dieser Stelle wird es Zeit, über die Positionierung des Motors zu sprechen. Denn die ist bei Weitem nicht bei jedem E-Bike gleich. Es gibt Mittel-, Heck- und Frontmotoren – und jeder von ihnen hat seine eigenen Vorteile und Nachteile. Am besten fährst du die unterschiedlichen Modelle mal zur Probe, damit du ein Fahrgefühl für die jeweiligen Antriebe bekommst.

Frontmotor

Der Frontmotor ist am Vorderrad installiert und die preisgünstigste Variante eines E-Bike-Antriebs. Geeignet ist er hauptsächlich für eher kurze Strecken.

Seine Vorteile liegen unter anderem in der Möglichkeit, eine Rücktrittbremse sowie eine Naben- oder Kettenschaltung im Bike einzubauen.

Von Nachteil ist, dass durch das Gewicht des Frontmotors das Lenken schwieriger ist und er bei großen Belastungen zum Überhitzen neigt.

Mittelmotor

Er gilt als der beliebteste E-Bike-Antrieb und ist als Teil des Tretlagers unmittelbar an der Pedalkurbel angebracht. Ein solches E-Bike eignet sich für alle Arten von Fahrten, auch für längere Strecken und als Mountainbike sogar für schwieriges Gelände.

Seine Effizienz ist besonders hoch, da die Kraft des Fahrers beim Treten über das Tretlager unmittelbar an das Hinterrad weitergegeben wird. Da er in der Mitte des Pedelecs angebracht ist, sorgt er für einen niedrigen Schwerpunkt, wodurch er eine höhere Sicherheit bietet.

Allerdings weisen beim Mittelmotor Bauteile wie Ritzel, Tretkurbel oder auch Kette einen höheren Verschleiß auf.

Heckmotor

Diese Variante ist an der Nabe des Hinterrades angebracht und wird deshalb auch ist als Nabenmotor bezeichnet. Sein Gewicht verlagert den Schwerpunkt des Fahrrads nach hinten, wodurch ein Plus an Traktion erreicht wird. Vor allem für sportliche Fahrten und Touren durch das Gelände ist der Heckmotor bestens geeignet.

Damit die Gewichtsverteilung nicht unter dem Heckmotor leidet, sollte der Akku unbedingt in der Mitte des E-Bikes – etwa am Mittelholm – angebracht sein. Sonst kann es bei Bergauffahrten passieren, dass das Vorderrad abhebt.

 

Beim E-Bike von Zuschüssen profitieren

E-Bikes und Pedelecs werden in Zukunft eine immer größere Rolle im Straßenverkehr spielen, da auch die Antriebe selbst ständig verbessert und dadurch effizienter werden. Du solltest lediglich darauf achten, das für deine eigenen Ansprüche passende Rad zu finden.

Inzwischen gibt es bereits einige Zuschüsse von Ländern, Kommunen und regionalen Energieversorgern, mit denen der Kauf eines E-Bikes in Zukunft sicher noch mehr gefördert wird.

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Wusstest du schon?

Welchen E-Bike Antrieb?

Der E-Bike-Antrieb kann als Front-, Heck oder Mittelmotor gewählt werden. Ein Frontmotor befindet sich am Vorderrad und eignet sich für kurze Strecken. Ein Mittelmotor ist im Tretlager an der Pedalkurbel untergebracht und eignet sich für längere Strecken und schwieriges Gelände. Der Heckmotor befindet sich in der Nabe des Hinterrades. Ein solches E-Bike ist für sportliches Fahren geeignet.

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