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Die Kosten für ein Blockheizkraftwerk

Eleni Tsoukanta
17.06.2020 09:00:00

Blockheizkraftwerk: Alle Kosten im Überblick

Normalerweise wird die Abwärme, die beim Betrieb herkömmlicher Kraftwerke entsteht, einfach abgeleitet. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) arbeitet allerdings mit der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) – die Abwärme wird zurückgewonnen und genutzt. Und genau damit kannst du dein Haus effizient wärmen und gleichzeitig mit Strom versorgen. Wenn du dich für diese Art der Energiegewinnung interessierst, fragst du dich natürlich auch, wie teuer das ist. Mit welchen Kosten du für die Anschaffung, Installation und den laufenden Betrieb eines Blockheizkraftwerks rechnen musst, haben wir hier für dich zusammengefasst.

 

Wo liegen 2020 die Preise für ein Blockheizkraftwerk?

Für die reinen Anschaffungskosten solltest du zunächst wissen, welche Art von KWK-Anlage du überhaupt brauchst. Schließlich kommt es darauf an, für welchen Zweck du sie einsetzen willst. Die Hersteller selbst geben für ihre Blockheizkraftwerke natürlich auch noch unterschiedliche Listenpreise an, die sich teilweise um einige tausend Euro voneinander unterscheiden. Je nach Verwendungszweck stehen 3 verschiedene Ausführungen – und damit auch Durchschnittspreise (nach Heizungsbauer Thermondo) – zur Verfügung:

  • Ein Nano-BHKW ist mit einer Leistung von bis zu 2,5 kW (Kilowatt) die kleinste Ausführung dieser „stromproduzierenden Heizungen“. In der Regel reicht das völlig aus, um ein Einfamilienhaus mit Strom und Wärme zu versorgen. Der Preis liegt durchschnittlich bei etwa 10.000 Euro.
  • Für die Versorgung eines Mehrfamilienhauses ist das Mikro-BHKW ideal. Seine bis zu 10 kW Leistung können auch ganz locker einen Gewerbebetrieb heizen und elektrifizieren. Für den Kauf kannst du im Schnitt mit etwa 15.000 Euro rechnen.
  • Ein Mini-BHKW hingegen kommt für private Immobilienbesitzer eher selten infrage. Seine bis 50 kW Leistung versorgen ganze Reihenhaussiedlungen oder große Betriebe. Preislich liegt es bei mindestens 30.000 Euro in der Anschaffung.

Hinzu kommen beim Blockheizkraftwerk Kosten für die Installation und Inbetriebnahme. Im Schnitt fangen diese je nach örtlicher Gegebenheit, Installationsbetrieb und Ausführung bei rund 5.000 Euro an.

Für ein BHKW ist eine spezielle Abgasleitung im Haus nötig. Sie schlägt nochmals mit etwa 1.000 Euro zu Buche. blockheizkraftwerk-kosten-guide-e-book-net4energy

Und willst du die Wärme, die deine Anlage produziert, auch „zwischenlagern“, brauchst du zusätzlich einen Pufferspeicher. Für ihn fallen je nach Größe zwischen 1.500 und 3.000 Euro an.

Beachte: Meistens braucht ein BHKW eine zusätzliche Schalldämmung, damit die Geräusche des Motors nicht die gesamte Hausgemeinschaft wachhalten. Das kann weitere Kosten nach sich ziehen.

Unter dem Strich kannst du also bei einem Blockheizkraftwerk mit Kosten von 17.000 bis gut und gerne 30.000 Euro rechnen. Die gute Nachricht: Abziehen darfst du davon die staatlichen Förderungen, unter anderem vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) von etwa 3.500 Euro.

So hoch sind die Kosten für ein Blockheizkraftwerk im Betrieb

Der Motor, mit dem dein Blockheizkraftwerk den Generator am Laufen hält, muss natürlich regelmäßig gefüttert werden. Infrage kommen hierfür verschiedene Brennstoffe wie beispielsweise Öl, Gas oder Holzpellets. Wie viel du davon jeweils benötigst, hängt ganz von der Größe deines BHKWs und von deinem individuellen Energiebedarf ab. Im Durchschnitt werden für den laufenden Betrieb rund 1.500 bis 2.000 Euro im Jahr veranschlagt.

Nicht zu vergessen: Die Wartungskosten

Bei einer BHKW-Anlage fallen leider höhere Wartungskosten an als für ein anderes Heizsystem. Je nach Art und Betrieb des BHKWs wird empfohlen, die Wartung nach 2.000 bis 4.000 Betriebsstunden vorzunehmen. In Abhängigkeit des gewählten Fachbetriebs werden etwa 2 bis 3 Cent pro erzeugter Kilowattstunde (kWh) Strom für die fachgerechte Wartung der Anlage eingerechnet.

Gut zu wissen: Je mehr Leistung das Blockheizkraftwerk hat, desto geringer fallen die durchschnittlichen Wartungskosten pro kWh aus. Nach rund 25.000 Betriebsstunden ist neben der laufenden Wartung auch eine große Generalüberholung fällig. Der Fachbetrieb verlangt dafür mindestens 500 Euro.

Darauf kommt es beim Angebot vom Händler an

Es empfiehlt sich, dass du dir 2 (oder besser noch 3) Angebote von verschiedenen Händlern und Fachbetrieben einholst, bevor du eine Entscheidung triffst. Wichtig ist immer, was in den Angeboten steht, welche verbindlichen Leistungen und welcher Service auch auf Dauer garantiert werden. Hier einige Punkte, die aufgeführt und bepreist sein sollten:

  • Kaufpreis für das BHKW
  • Installation und Inbetriebnahme
  • Zubehör
  • Anschlüsse für die bestehende Gebäudetechnik
  • Wartungsvertrag

Am besten einen Vollwartungsvertrag abschließen

Die meisten Fachbetriebe für Blockheizkraftwerke bieten ihren Kunden einen Vollwartungsvertrag an. Im Durchschnitt sind hier zwar rund 5 Cent pro kWh Strom jährlich zu zahlen, aber dafür übernimmt der Handwerker dann auch Reparaturen, den Austausch von Ersatzteilen und in aller Regel sogar die Generalüberholung.

 

Ist ein BHKW günstiger als andere Heizungsanlagen?

Diese Frage lässt sich so pauschal nicht beantworten. Betrachtest du beispielsweise nur die reinen Anschaffungskosten, so schneidet eine Gasheizung mit einem Preis von 6.000 bis 8.000 Euro deutlich günstiger ab. Und auch eine moderne Ölheizung ist mit 8.000 bis 10.000 Euro günstiger zu bekommen als ein BHKW. Aber es sind schließlich nicht nur die reinen Anschaffungs- und Betriebskosten, die zu berücksichtigen sind. Denn durch die Kraft-Wärme-Kopplung ist das Blockheizkraftwerk wesentlich effizienter als andere Systeme. Zudem erzeugt es neben der Wärme auch Strom, sodass hier ein enormes Sparpotenzial gegeben ist. Zu viel produzierter Strom kann zudem noch in das öffentliche Netz des Anbieters eingespeist werden, wofür es eine Einspeisevergütung gibt.

Abschließend lässt sich festhalten: Zwar sind die Kosten für ein Blockheizkraftwerk zunächst höher als die von anderen Heizsystemen, aber in der Effizienz ist ein BHKW nicht zu schlagen. Durch die bessere Nutzung des Brennstoffs, die gleichzeitige Einsparung beim Strom und die Einspeisevergütung für Energieüberschüsse kann sich die Anschaffung eines BHKWs letztendlich für viele Haushalte lohnen.

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