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Der Stromverbrauch von Backöfen

Lisa Becker
14.09.2020 08:45:00

So hoch ist der Stromverbrauch deines Backofens wirklich

Der Backofen ist eines der Geräte im Haushalt, das den höchsten Verbrauch an Energie aufweist. Um es auf den Punkt zu bringen: Backöfen sind wahre Energiefresser. So belaufen sich die jährlichen Stromkosten für ein Gerät der Effizienzklasse A auf durchschnittlich etwa 165 kWh (Kilowattstunden). Nehmen wir den aktuellen Strompreis von 29 Cent je Kilowattstunde, so schlägt dieser Stromverbrauch mit knapp 48 Euro im Jahr zu Buche. Das klingt viel – ist es auch. Aber du kannst den Stromverbrauch des Backofens drastisch senken, wenn du die folgenden Tipps beherzigst.

 

So viel Strom verbraucht dein Backofen bei jeder Nutzung: Ein Gerätevergleich

In der Tat hängt der Backofen-Stromverbrauch in erster Linie von der Größe des Gerätes, von der Effizienzklasse und von der Häufigkeit der Nutzung ab. Das seit 2015 geltende EU-Energielabel kennzeichnet die Energieeffizienz. Auch die Aufteilung in 7 unterschiedliche Energieeffizienzklassen hilft dem kostenbewussten Verbraucher dabei, die Stromkosten zu reduzieren.

Ein besonders niedriger Verbrauch wird mit der Energieeffizienzklasse A+++ gekennzeichnet. Die Klasse D wiederum steht für einen sehr hohen Energieverbrauch. Seit 2019 verlangt der Gesetzgeber, dass nur noch Backöfen vertrieben werden, die mindestens der Klasse A angehören. Bis 2016 war Klasse B das Mindestmaß in diesem Zusammenhang.

Eine Übersicht für alle, die jetzt den Rotstift ansetzen wollen

Schon von Klasse zu Klasse kannst du bares Geld sparen und den Stromverbrauch für den Backofen erheblich senken:

  • Einen Kostenaufwand von 29 Cent je Kilowattstunde vorausgesetzt, liegt der Verbrauch bei einem Backvorgang bei circa 0,4 kWh und kostet dich rund 11 Cent, wenn du einen Ofen der Energieeffizienzklasse A+++ besitzt. backofen-stromverbrauch-energie-sparen-guide-ebook-net4energy
  • Ein Gerät der Klasse A schlägt fast mit dem doppelten Verbrauch an Strom und folglich mit der doppelten Summe zu Buche.
  • Klasse B kostet sage und schreibe 32 Cent pro Backvorgang bei etwa 1,1 kWh Energieverbrauch als Grundlage.
  • Mehr als 46 Cent pro Backvorgang sind es bei älteren Geräten höherer Energieeffizienzklassen, bei denen der Backofen-Stromverbrauch rund 1,6 kWh beträgt.

Hinweis: Sicherlich kostet die Anschaffung eines neuen Backofens viel Geld. Langfristig betrachtet rentiert sich der Neukauf dennoch, wenn du bedenkst, wie hoch der Stromverbrauch für alte Geräte im Vergleich zu modernen Modellen ist. Fakt ist, dass du die Stromkosten für Neugeräte auf die Hälfte oder – je nach Nutzungsintensität etc. – auf ein Viertel drosseln kannst.

 

Es kommt auch auf die Größe des Backofens an

Beachte, dass die Verbrauchswerte bei Backöfen derselben Energieeffizienzklassen voneinander abweichen könnten. Wie bereits erwähnt, wirkt sich auch das Volumen des Gerätes auf den Stromverbrauch aus: Je größer der Backofen, desto höher die Kosten fürs Backen.

Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen Klein-, Standard- und Großbacköfen. Erstere sind Modelle zum Backen mit einem Fassungsvolumen von etwa 9 bis 35 Liter. Klassische Backöfen weisen im Vergleich dazu ein Volumen von bis zu 60 Liter auf, während 60 bis 76 Liter Back- und Bratgut in Großbacköfen Platz finden.

Wenn du dich für einen geräumigen Backofen entscheidest, solltest du im Vorfeld bedenken, ob diese Anschaffung tatsächlich gerechtfertigt ist. Sicherlich gibt es Gerichte, bei denen du die Restwärme nutzen kannst, wie zum Beispiel bei Schmorbraten oder dergleichen. Andererseits wird es bei dir zum Mittag- oder Abendessen wohl kaum jeden Tag Schmorgerichte geben, sodass du die Restwärme jedes Mal vollends nutzen kannst. Überlege dir also vorher, ob nicht ein Klein- oder Standardgerät zum Kochen ausreichend ist.

So kannst du den Backofen-Stromverbrauch berechnen

Ermittle die individuellen Stromkosten für deinen Umluft- oder Heißluftofen auf der Basis aktueller Erfahrungswerte. Wie zuvor genannt, ist pro Backvorgang durchschnittlich mit einem Aufwand an Strom von rund 0,8 kWh zu rechnen, wenn du einen Backofen der Energieeffizienzklasse A dein Eigen nennst. A+++-Geräte brauchen hingegen lediglich 0,4 kWh an Energie. Die Erfahrung hat gezeigt, dass in deutschen Haushalten rund 100 Mal pro Jahr gebacken beziehungsweise der Ofen eingeschaltet wird. Damit belaufen sich die Stromkosten bei Öfen der höchsten Effizienzklasse auf 11,60 Euro pro Jahr (Strompreis je Kilowattstunde wieder 29 Cent).

Ganz gleich, ob Umluft- oder Heißluftherd: Je höherwertiger die Qualität eines Ofens, desto besser die verbauten Materialien – und desto solider die Isolierung. Dementsprechend wird weniger Hitze nach außen hin abgegeben. Daraus folgt wiederum, dass weniger Strom zum Einsatz kommen muss, um das Umluftgerät zu betreiben. Die verbleibende Restwärme hilft dabei, das Brat- oder Schmorgut auf Temperatur zu bringen beziehungsweise zu halten – eine überaus energiesparende Vorgehensweise. Willst du deine Energiekosten reduzieren, bist du gut beraten, dich für einen Backofen mit Doppel- oder Dreifachverglasung zu entscheiden.

 

Tipps, um beim Kochen, Backen und Co. die Stromkosten zu senken

  • Selbst wenn in den Rezeptbüchern immer wieder zu lesen ist, dass der Backofen erst vorheizen muss, kannst du dir dieses Prozedere sparen. Vorheizen kostet nicht nur viel Zeit, sondern auch jede Menge Geld.
  • Gut isolierte Backöfen mit Kochfeld helfen beim Stromsparen und entlasten sowohl die Haushaltskasse als auch die Umwelt.
  • Gib lieber etwas mehr Geld für einen qualitativ hochwertigen Ofen aus. Wer diesbezüglich am falschen Ende spart, zahlt letztlich drauf.
  • Wenn du Backgut hast, kannst du mit einer Schüssel Wasser, die du zusätzlich in die Röhre stellst, nicht nur einen köstlichen Teig erzeugen, weil er saftiger wird, sondern dadurch auch die Temperatur im Inneren erhöhen.
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